Gemeinsamer Waldspaziergang #steigibleibt 1 März Ebrach

Um die Forderung eines Nationalparks Steigerwald zu unterstützen, hat das #steigibleibt-Bündnis gemeinsam mit den Freundeskreis, dem Verein und vielen weiteren Klimaschutz-Gruppierungen am 1. März einen großen Waldspaziergang mit Aktionen gemacht.

01.03.2020

Viele, vor allem junge Menschen, versammelten sich in Ebrach am Baumwipfelpfad, um den "Nationalpark Steigerwald" zu fordern. Mit bunten Aktionen zeigten sie ihre Bereitschaft, dicke Bäume zum Schutz vor Fällungen auch zu erklettern, sollte die Staatsregierung sich nicht endlich bewegen. Seit 12 Jahren verweigert die bayerische Staatsregierung der Region eine fachliche Studie zum Nationalpark und eine umfassende Aufklärung der Bevölkerung. Dahinter steckt unter anderem Innenstaatssekretär Gerhard Eck, 1. Vorsitzender des Anti-Nationalpark-Vereins. "Wir Eck-en an" lautet ein Plakattext.

Bayern hat das große Glück, ein staatliches Laubwaldgebiet zu haben, das als großflächiger Naturwald optimal für Arten- und Klimaschutz sowie für eine Klimaanpassung der Wälder und als Lernwald für den Walbau geeignet ist. Hier muss das Gemeinwohl Vorrang haben vor Gewinnen aus dem Holzverkauf.

Der Nordsteigerwald wurde 2006 als Bayerns Spitzenreiter für ein Weltnaturerbe eingestuft. Voraussetzung ist ein flächiges nutzungsfreies Schutzgebiet. Beim 10-%-Naturwald-Ziel im Staatswald, das nach dem erfolgrteichen Volksbegehren Artenvielfalt ins Waldgesetz aufgenommenen wurde, muss der welterbewürdige Nordsteigerwald mit an der Spitze stehen! Der Umgang mit ihm wird jetzt zum Gradmesser für die Glaubwürdigkeit der Staatsregierun, ob es im staatlichen Waldnaturschutz Fortschritte gibt oder der Holzverkauf weiter Vorrang hat.